Das Formen des Selbst
[Nachtrag: 18. September 2020]
Das Individuum, um eine Ehe mit der Gesellschaft, Kultur, Religion, Familie oder auch nur mit einem anderen Geschlecht einzugehen, geht dieses Individuum Kompromisse ein. Kompromiss heißt Opferbereitschaft.
Es opfert1 Teile von sich selbst, um dem gegenüber zu gefallen. Ein alltägliches Ritual, welches man auch im Tierreich beobachten kann. Dabei verliert es sich selbst, ohne dies zu bemerken. Es verliert nicht nur Teile von sich selbst, sondern es adoptiert Fremdes als seines Eigens – meistens auch nicht über dessen Konsequenzen bewusst zu sein. Das nicht Bewusstsein über die Konsequenzen gilt auch für das Opfern von Teilen von sich selbst.
Es, das Individuum oder das Selbst, wie die Hindus es formulieren, merkt irgendwann, dass es sich selbst nicht gefällt. Dies führt bei manchen zu Hass, bei den anderen zu Resignation, bei wiederum anderen zu …, wobei vieles aus der Resignation herauskristallisiert, auch der Hass.
Die göttliche Asymmetrie – feinausbalanciert und minimalistisch, welches die gesamte Welt durchdringt, hat seinen Grund. Es ist für das Wohl Aller und auch für das Selbst, sogar wenn es dies auf dem ersten Blick nicht verstehen kann, wie ein Kind, das die Strenge einer Erziehung nicht sofort selbständig verstehen kann. Das Selbst ist das Individuum, zumindest ist die moderne Auffassung der Welt bzw. die moderne Bezeichnung der Welt für dasselbe2 Konstrukt.
Bevor ich ein Satz zu Ende spreche, sehe ich in den Augen bestimmter, die gleichen Dollarnoten, die man auch in den Augen von Dagobert Duck sieht. Eure Vorgehensweise, welches ihren Ursprung in eurer Gier hat, mit allem Geld machen zu wollen, hat bis jetzt die 150 Jahre gebracht, und meine Hübsche ist immer noch nicht in meinen Händen.
Es sollte auch einem klar sein, dass man einen anderen nur helfen kann, wenn man erst sich selbst geholfen hat. Denkt an die Situation, wo ein Nichtschwimmer in die starken Strömungen eines Flusses gefallen ist, jetzt versucht ein weiterer Verzweifelter, der auch nicht gut schwimmen kann, ohne nachzudenken, aber selbstlos, in den strömenden Fluss hineinzuspringen, um den anderen zu retten. Wie soll ich dieses Beispiel zu Ende gehen lassen? Soll ich den Helden auch mit ertrinken lassen oder, soll ich als Schöpfer den göttlichen Zufall walten lassen, so ein heruntergefallener Baumstamm den Beiden einen Halt gibt?
Fußnote
1 Es existieren zwei Formen des Opferns. Das selbstlose Opfern z. B. von Vishwamitra, Jesus, Mutter Teresa, Mahatma Ghandi, Martin Luther King, oder viele andere aus der Geschichte und natürlich auch unbekannte Persönlichkeiten oder auch das selbstbehaftete Opfern, das ist das Egozentrische. Das meiste, was in dieser Welt passiert, ist das selbstbehaftete Opfern. Das selbstbehaftete Opfern ist das Opfern, das was einem nicht gehört z. B. das Leben eines anderen Wesens, die Freiheit eines anderen. Vergisst bitte nicht, das einzige was ihr euer eigens nennen könnt, ist euer Karma.
2 Siehe weiterführende Quellen
Weiterführende Quellen
- Impressionen (2018) – Dasselbe & das Gleiche (PDF-Dokument, Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft – ZAS)