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Die Asymmetrie der Liebe

Die Asymmetrie der Liebe

[Nachtrag: 12. Juni 2020]

Brihadaranyaka-Upanischad 4.5:

Du bist, was dein tiefes, treibendes Begehren ist.
Wie dein Begehren ist, so ist dein Wille.
Wie dein Wille ist, so ist dein Tun.
Wie dein Tun ist, so ist dein Schicksal.

Als ich festgestellt habe, dass ich bereits fast 70 Artikel unter GG-Art18 verfasst habe, habe ich bewusst dieses Thema für den 74.ten Artikel reserviert und jetzt ist es an der Zeit, diese zu veröffentlichen.

Die Asymmetrie, eine annähernde Gleichheit

Mit diesem Werk habe ich Anfang dieses Jahrtausends, ich glaube im Jahr 2003/2004 angefangen, und konnte es leider nicht in dem mathematischen Stil, wie ich es ursprünglich vorhatte, fertigstellen. Den Impuls für dieses Werk habe ich während einer Mathevorlesung an der Universität Karlsruhe bekommen, wie viele andere guten Impulse und Gedanken auch. Leider haben nicht die meisten Gedanken in das Schriftliche geschafft, wobei man doch einige Elemente auf meinen beiden Webpräsenzen wiederfindet. Dies war die Phase, eigentlich hatte die Phase gleichzeitig mit meinem Studium begonnen, wo ich eine künstliche Intelligenz bzw. Software entwerfen wollte, das meine Gedanken in schriftlicher Form verfasst, also eine Art Brain-To-Computer (B2C) Schnittstelle, Achtung kein B2B – Brain-To-Brain Verbindung. Dies war auch die Phase, wo ich mir wünschte, dass der Tag mehr als 24 Stunden hätte haben sollen, dann hätte ich all das gesamte Wissen in mir aufsaugen können.

Die Liebe zwischen Shiva (das ist Shanth Sujanthan) und Parvati (das ist Sina Sabrina Johanna) ist der göttliche Ausdruck in der Mathematik (der Physik).

Die Liebe zwischen Shiva (das ist Shanth Sujanthan) und Parvati (das ist Sina Sabrina Johanna) ist der göttliche Ausdruck in der Mathematik (der Physik)

Der eine oder die andere wird sich fragen, warum die Sprache der Mathematik für die Beschreibung der Liebe, wo doch die Poesie, die Sprache der Liebe ist. Die Poesie beflügelt einen oder haucht Leben in einem, aber die Mathematik ist die Sprache der Vernunft. Die formale Mathematik und die natürliche Sprache sind wie das Herz und der Verstand. Ich erkannte auch, dass Versuche unternommen wurden, um die Ästhetik mathematisch zu formulieren. Erst durch die Informatik lernte ich die natürliche Sprache besser kennen. Dies war damit begründet, das ich verstehen wollte, warum ein Linguist wie Noam Chomsky in der Informatik eine große Rolle spielt, so setzte ich mich noch mit der Linguistik auseinander.

Die Erklärungsmodelle der Biologen, Psychologen und oder der Mediziner die die Liebe als eine Art evolutionär bedingtes Verhalten zu stigmatisieren, störten mich gewaltig. Obwohl die Erklärungsmodelle natürlich rational begründet und nicht emotional waren, hatte das Modell eher was von der Kälte. Dies lag daran, dass es nicht ausbalanciert bzw. vollständig war. Dadurch kam diese Kälte zustande. Die Sprache der Wissenschaft sollte objektiv und neutral sein, das heißt nicht im Umkehrschluss, dass es leblos und kalt sein soll.

Jetzt zum eigentliche Thema und welcher Kerngedanke dahintersteckt:

Um überhaupt die Asymmetrie der Liebe verstehen zu können, muss man erstmals das Wort Asymmetrie verstehen. In der Mathematik wird eine Relation asymmetrisch bezeichnet, wenn in Ihr niemals x < y und y < x gilt. Nur diese ermöglicht eine Ordnung. Ich verwende bewusst diese Definition um später das Gleichgewicht durch die Ungleichheit zu zeigen. So kann man die Liebe zwischen Frau und Mann (oder auch die Liebe zwischen Mitmenschen) verstehen und unter welchen Gesetzmäßigkeiten sie existieren. Meine Überlegungen zeigten, dass eine symmetrische Liebesbeziehung nie existieren darf. Nehmen wir an, dass die Evolution eine symmetrische Beziehung erschaffen hätte, dann müssen beide hälften die gleiche Gewichtung bekommen und ein zufälliges zusammenfügen der Geschlechter würde einen sehr niedrigen Wahrscheinlichkeitswert haben, was das Überleben angeht. Der Mensch braucht einen rechten und einen linken Arm, zwei rechte oder zwei linke Arme sind kontraproduktiv bzw. störend. Zweitens würde die Natur symmetrische Komponenten verschmelzen, wäre eine Verbesserung nicht möglich. Erst durch Verschmelzung verschiedener nicht symmetrischer Eigenschaften kann es zu einer Selektion kommen, dass ein überleben ermöglicht.

Die Natur versucht immer durch Mutationen, mathematisch gesehen ist dies eine Permutation der verschiedenen Merkmale, ein besseres Lebewesen zu zeugen basierend auf dem Karma. Dies gelingt der Natur nicht immer, da dies auch mit dem Karma des Atmans zu tun hat. Deshalb entstehen durch die Mutationen auch Abkömmlinge die das Überleben nicht gewachsen sind oder nicht würdig sind – auf die aktuelle Situation bezogen.

In einfachen Worten formuliert und auf das Glücklichsein in einer Ehe erweitert, würde die Formulierung folgendermaßen lauten:

Der Partner muss das Komplement von einem selber sein und gleichzeitig gibt es Elemente, die symmetrisch sein müssen, für eine glückliche Ehe. Diese Asymmetrie ist nicht nur hilfreich für einen selbst, sondern auch für das Nachkommen. Aus dieser unbewussten Überlegung entstand auch der volkstümliche Gedanke, zumindest kenne ich dies aus meiner eigenen Kultur, dass das weibliche Nachkomme dem Vater und das männliche Nachkomme der Mutter ähnlich sein sollte. Die Unabdingbarkeit des vorherigen Satzes bzw. der Bedingung würde entstehen, wenn durch Vererbung eines dominanten Merkmales an das Nachkommen dies zu einer Disharmonie in der Bindung führt. Die vererbbaren Eigenschaften nehmen durch die asymmetrische Erziehung ihre Gestalt an oder bei destruktiven Erziehung verstummen sie. Diese mathematisch erfassbare Eigenschaft ist auch der Grundstein, warum der Mensch zum Individuum wird und jeder individuell erzogen werden sollte. Eine Gleichberechtigung, wie es leider von der Gesellschaft mit falschen Vorstellungen erwartet wird, kann es nie geben. Dieses überkreuzte Bild der (tamilischen) Kultur, hat auch weitere Vorteile. Diese ermöglicht eine bessere Bindung der beiden gleichen Geschlechter, also die des Vaters mit dem Sohn bzw. die der Mutter mit der Tochter in einer funktionierenden Familie. Die Bindung sollte auch zirkulär während den unterschiedlichen Entwicklungsphasen sein, damit die vererbten Eigenschaften quantitativ wie auch qualitativ in Hochglanz gebracht werden können. Nur durch diese beiden Merkmale (qualitativ und quantitativ) ist ein Maximum möglich.

Diese Gesetzmäßigkeit, welches ich als Grundlage für meine These benutze, finden Sie in allen Disziplinen, nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch z. B. in der Finanzwelt. Die Instabilität ist eine andere Darstellungsebene der Asymmetrie. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass es das Universum überhaupt gibt. Die Instabilität entsteht durch die Asymmetrie.

Apropos, die Physik sowie die Philosophie sind eine andere Abstraktionsform von Prakriti und Purusha. Nur durch diese beiden Wissensdomänen, kann jede andere Disziplin die Vollständigkeit erreichen. Sie sind die Eltern aller anderen Disziplinen, auch von denen Disziplinen, die der Meinung sind, dass sie parallel entstanden sind 😉. Tatsächlich ist aus der Philosophie und deren Wechselspiel alle anderen Disziplinen entstanden.

Wenn man die Physik und die Philosophie als die Ehepartner einer Ehe betrachtet, also die Mutter und der Vater aller anderen Disziplinen, dann ist die Mathematik das Ehebündnis, die sie miteinander verbindet. Dies ist auch eine Abstraktionsform.

Weiterführende Quellen