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Der Atman – Teil 2

Der Atman – Teil 2

[Nachtrag: 22. März 2020]

Was sind Identitäten0, wozu braucht der Mensch eine Identität und was ist das Selbst bzw. das Atman?

Das Formen von Kindern und das Pressen ihrer Identitäten, ist ein menschlicher Brauch, um dieses Wesen in das soziale Gefüge einzubetten.

An dieser Stelle ist es wichtig zu beachten, dass der Mensch weder böse noch dumm zu Welt kommt, sondern er wird nur dazu gemacht. Natürlich ist das Individuum selbst an der Formung mitbeteiligt bzw. ist auch dafür verantwortlich. Mir geht es hier nicht um die Schuldfrage, sondern um das Gesamtverständnis. Denkt auch an mein Beispiel in dem Dokument „4MA74 – Happy Valentine’s Day 2020 [Special-Cut].pdf“ mit den Alkalimetallen bzw. mit dem Pauli-Prinzip1. Was wollte ich damit alles zum Ausdruck bringen?

Würde ein Kind unter Tieren aufwachsen, dann nimmt dieses Kind die Identität der Tiere an, sogar wenn die Sinne das Gegenteil zu zeigen versuchen, d.h. ein Kind, welches von Wölfen großgezogen wird, denkt natürlich auch, dass es ein Wolf ist, obwohl die Anatomie das Gegenteil verdeutlicht.

Das Ich, was ein Mensch im Laufe des Lebens gedenkt zu sein, ist reine Suggestion, also nur eine Illusion, genauer gesagt ist es Maya. Es muss nicht die Wahrheit sein, geschweige denn die absolute Wahrheit. Ich kann es sogar euch versprechen, es ist nicht die Wahrheit. Der Pfad eines Menschen bis zur Erleuchtung oder auch nur bis zur Erlangung der Weisheit ist meistens steinig und lang – sie geht sogar über mehrere Wiedergeburten hinweg. Manches, vielleicht sogar Vieles verirrt2 sich auf dem Weg dahin. Wenn aus Manches Vieles wird, ist der Untergang bereits einprogrammiert, also der Determinismus rückt in den Vordergrund. Um dies zu erkennen, muss man kein Hellseher sein, sondern hier reicht sogar ein scharfer Menschenverstand.

Irgendwann, falls der Mensch nicht vom Pfad abgekommen ist bzw. wieder eingefunden hat und der Durst des Suchens nach der Wahrheit (noch) da ist, wird er dies auch finden. Dieses Individuum wird erkennen, dass es nicht das ist, was es immer zu glauben gedenkt hat.

Das Schlimme an der Menschwerdung ist, wenn er vergisst, dass er nur ein kleiner unwesentlicher Bruchteil dieser Welt, also der Natur ist, endet es früher oder später in der totalen Blindheit. Er sieht sich nicht mehr als ein Teil dieser Natur, sondern er fängt an zu glauben, wenn er es überhaupt kann, meistens sind dies seine Handlungen, die zu verstehen geben, dass die Natur nur ein Teil bzw. Teilmenge des Menschen ist. Er versklavt die Natur bzw. er stellt sich über die Natur – geprägt durch Ignoranz, Blindheit, das ist die Arroganz.

Diese Blindheit führt so weit, dass er denkt, die Natur braucht ihn und nicht umgekehrt. All dies fängt bereits im Kindesalter an.

Eure gesellschaftlichen Modelle, das kann Kultur, Religion, Sprache etc. sein, sind nicht dafür ausgelegt, die Wahrheit erfahren zu wollen, zu können geschweige denn zu müssen, sondern man soll lernen in den Ozeanen der Lügen zurecht zu finden. Hier wird sogar von Teilen der Wissenschaft Intelligenz suggeriert. 

Aus diesem Grund schaffen die meisten nicht bis zu dem Ufer des Erkenntnisses zu erlangen, das was man denkt zu sein, nicht das ist, was man ist – dies ist das Selbst. Der erste Schritt ist es, zu erkennen, dass man weder der Körper noch der Verstand ist. So schön wie Sadhguru dies des Öfteren zum Ausdruck bringt, musst das ICH was sein was dazwischen liegt.

Wenn der Körper nur eine Akkumulation von dem ist was wir zu uns nehmen, also die Nahrung, dann kann das ICH nicht dieser Körper sein. Da dieser Körper niemals beständig sein kann. Damit meine ich nicht die Wiedergeburten, sondern das Ständige erneuern der Zellen.

Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, wird Teil von uns. Dies soll einem Bewusst werden. Das was vorher ein Mango war, ist jetzt zum Teil ein Teil von einem. Auch dies ist ein ständiger Kreislauf im Kreislauf.

Apropos, aus diesem Grund vermeiden die eigentlichen Hindus das Verzehren von Fleisch und Fisch, da diese den Sattva Guna unterdrücken bzw. die anderen zwei Gunas dominieren lassen – dies ist das animalische.

Wie sieht es mit dem Verstand bzw. Geist mit seinen Erinnerungen aus? Er ist auch nur eine Akkumulation aber von Emotionseindrücken, Erfahrungen, Wissen usw. Diese ist aber auch nicht beständig. Stellt euch vor, durch eine Krankheit oder einen Unfall, verliert ihr euren Verstand, d. h. eure Erinnerungen werden ausgelöscht oder sind nicht zugreifbar, aber keiner wird auf die Idee kommen zu sagen, dass er oder sie nicht er oder sie ist.

Wenn wir nicht der Körper sind, indem wir uns befinden und auch nicht der Verstand mit seinen Erinnerungen, den wir für das ICH halten, was sind wir dann wirklich?

Dies nennen die Hindus das Selbst bzw. das Atman – in der westlichen Hemisphäre gibt es ein Wort, welches diesem näher beschreibt, das ist die Seele.

Wenn der Mensch erkennt, dass er nicht dieser Körper, in dem er steckt oder dieser Verstand mit seinen Erinnerungen ist und auch noch erkennt, dass er nicht einmal dieses Selbst ist, sondern dieses Selbst eigentlich das Paramatman bzw. Para Brahman ist – dies ist der Punkt, wo das Ego verschwindet bzw. aufgelöst wird, dies ist der Zustand der Erleuchtung das ist Muthi (முத்தி).

Auch die Tradition der Begrüßung der Hindus, dass man die beiden Handinnenflächen zusammendrückt, so wie beim Beten, kommt aus dieser Philosophie heraus – in dir ist Gott, das ist das Atman bzw. Paramatman. Daraus wird – du bist Gott, aber ohne das Ego, Hochmut oder was anderem. Ein weiterer Grund für diese Begrüßung hat medizinische Hintergründe und darüber hinaus, was die Wissenschaft noch nicht richtig verstanden hat – die Energie, die bei der Berührung von einem übergeht.

Fußnote

0 Beispiele für Identitäten:
Ich, Geschlecht (Männlich, Weiblich), Nationalität (sri-lankisch, deutsch), Religionszugehörigkeit (Hindu, Christ), Ethnie (Tamilen, Deutsche), Anhänger eines bestimmten Ordens, Fangemeinde, Mitarbeiter einer Firma, Partei, politische Ideologie (Demokratie, Kommunismus), …

Die meisten Menschen haben eine gemischte Identität, welches aus mindestens zwei der aufgezählten Identitäten bestehen, einmal das Geschlecht kombiniert mit einem weiterem z. B. die Religion.

1 Mir ist es bei dieser Analogie aufgefallen, dass einige Schwierigkeiten hatten, dies richtig einzusortieren. Eines der Möglichkeiten des Sortierens ist es, zu verstehen, dass ihr hier mit Gewalt versucht bestimmte Dinge miteinander zu kombinieren, die nicht von Natur aus zu kombinieren sind.

Wozu ist das Pauli-Prinzip da, für Vielfalt und Variation. Jetzt entsteht durch die Variationen Eigenschaften, die bei unkontrolliertem zusammentreffen, zu explosionsartigen Verhalten führt, außer man gedenkt dies haben zu wollen, um politische Unruhen zu stiften, Völker und Ethnien auseinanderzubringen.

Versteht, dass ich gekommen bin, also inkarniert bin, vieles zu vereinigen. Die Vereinigung kann nur funktionieren, mit einer bestimmten Kraft, das ist die reine Liebe, kombiniert mit Verstand, das ist die Einsicht. Denkt an den Atomkern! Wieso können sich die Protonen, dicht nebeneinander sich gedulden, obwohl man weiß, dass gleiche Ladungen sich abstoßen – dies ist auch die Kraft der Liebe, man nennt dies in der Physik nur die starke Wechselwirkung.

Die meisten Probleme dieser Welt sind eigentlich das Resultat davon, dass es beim heranwachsen irgendwie am Verständnis von Liebe gemangelt hat und oder es gefehlt hat. All diese gesellschaftlichen Probleme, die zu ständigem Windelwechsel führt, ist auch ein Resultat davon. Da ich in den letzten fünf Jahren mit so vielen unterschiedlichen Menschen verbunden war, kann ich dies mit Sicherheit sagen. Dies ist definitiv nicht so wie der Gründer der Psychoanalyse Sigmund Freud zu versehen gegeben hat. Durch eure Spielchen habt ihr alle meine Zeit und dadurch auch eure Zeit vergeudet. Aus diesem Grund nehme ich auch die Peitsche zu Hand – vergisst nicht, ich bin auch Rudra.

2 Eigentlich ist das Verirren können eine gottgewollte Möglichkeit. Sie ist die Konsequenz, aus dem Erhalten wollen der Welt von meiner Hübschen oder auch das Zerstören wollen der Welt von mir. Das Leben ist weder ein Spiel noch ist es ein Wettbewerb. Beide Ideologien sind dem Untergang verdammt.

Weiterführende Quellen

Das Formen des Selbst

Das Formen des Selbst

[Nachtrag: 18. September 2020]

Das Individuum, um eine Ehe mit der Gesellschaft, Kultur, Religion, Familie oder auch nur mit einem anderen Geschlecht einzugehen, geht dieses Individuum Kompromisse ein. Kompromiss heißt Opferbereitschaft.

Es opfert1 Teile von sich selbst, um dem gegenüber zu gefallen. Ein alltägliches Ritual, welches man auch im Tierreich beobachten kann. Dabei verliert es sich selbst, ohne dies zu bemerken. Es verliert nicht nur Teile von sich selbst, sondern es adoptiert Fremdes als seines Eigens – meistens auch nicht über dessen Konsequenzen bewusst zu sein. Das nicht Bewusstsein über die Konsequenzen gilt auch für das Opfern von Teilen von sich selbst.

Es, das Individuum oder das Selbst, wie die Hindus es formulieren, merkt irgendwann, dass es sich selbst nicht gefällt. Dies führt bei manchen zu Hass, bei den anderen zu Resignation, bei wiederum anderen zu …, wobei vieles aus der Resignation herauskristallisiert, auch der Hass.

Die göttliche Asymmetrie – feinausbalanciert und minimalistisch, welches die gesamte Welt durchdringt, hat seinen Grund. Es ist für das Wohl Aller und auch für das Selbst, sogar wenn es dies auf dem ersten Blick nicht verstehen kann, wie ein Kind, das die Strenge einer Erziehung nicht sofort selbständig verstehen kann. Das Selbst ist das Individuum, zumindest ist die moderne Auffassung der Welt bzw. die moderne Bezeichnung der Welt für dasselbe2 Konstrukt.

Bevor ich ein Satz zu Ende spreche, sehe ich in den Augen bestimmter, die gleichen Dollarnoten, die man auch in den Augen von Dagobert Duck sieht. Eure Vorgehensweise, welches ihren Ursprung in eurer Gier hat, mit allem Geld machen zu wollen, hat bis jetzt die 150 Jahre gebracht, und meine Hübsche ist immer noch nicht in meinen Händen.

Es sollte auch einem klar sein, dass man einen anderen nur helfen kann, wenn man erst sich selbst geholfen hat. Denkt an die Situation, wo ein Nichtschwimmer in die starken Strömungen eines Flusses gefallen ist, jetzt versucht ein weiterer Verzweifelter, der auch nicht gut schwimmen kann, ohne nachzudenken, aber selbstlos, in den strömenden Fluss hineinzuspringen, um den anderen zu retten. Wie soll ich dieses Beispiel zu Ende gehen lassen? Soll ich den Helden auch mit ertrinken lassen oder, soll ich als Schöpfer den göttlichen Zufall walten lassen, so ein heruntergefallener Baumstamm den Beiden einen Halt gibt?

Fußnote

1 Es existieren zwei Formen des Opferns. Das selbstlose Opfern z. B. von Vishwamitra, Jesus, Mutter Teresa, Mahatma Ghandi, Martin Luther King, oder viele andere aus der Geschichte und natürlich auch unbekannte Persönlichkeiten oder auch das selbstbehaftete Opfern, das ist das Egozentrische. Das meiste, was in dieser Welt passiert, ist das selbstbehaftete Opfern. Das selbstbehaftete Opfern ist das Opfern, das was einem nicht gehört z. B. das Leben eines anderen Wesens, die Freiheit eines anderen. Vergisst bitte nicht, das einzige was ihr euer eigens nennen könnt, ist euer Karma.

2 Siehe weiterführende Quellen

Weiterführende Quellen

Der Atman – Teil 1

Der Atman – Teil 1

[Nachtrag: 03.07.2017]

Wie ich bereits in einigen meiner Beiträge gedeutet habe, ist die Existenz des Atman ewig, aber nicht unendlich. Der Hinduismus beschreibt den Zyklus, das der Atman durchläuft bzw. erfährt, als Wiedergeburten. Sie ist frei bzw. nicht gebunden an Religion, Kultur, Geschlecht, Lebensform (also Tier, Pflanze etc.), geographischen Gegebenheiten etc. Der Hinduismus beschreibt nicht nur den Kreis der Wiedergeburten, er zeigt auch die (drei in der Gita genannt: Bhakti, Karma und der Entsagung) verschiedenen Wege in das Schoss Gottes zu gelangen oder anders formuliert um aus diesem Kreis der Wiedergeburten befreit zu werden. Das steuernde Element hier ist das Karma (Summe der eigenen Handlungen und nicht Handlungen). Man kann zwar das Karma auf einer abstrakten Ebene mit einem Bankkonto vergleichen, aber auch nur auf der abstrakten Ebene. Das Problem an den Menschen ist, dass sie versuchen Lücken zu finden, um vom Gott gegebenen Gesetzte zu umgehen bzw. zu beugen. Vielleicht ist diese Verhaltensweise das Resultat, welches durch in der Welt geprägten Sitten und Gebräuche. Man sollte auch nicht vergessen, das Sitten, Gebräuche, Sprache etc. immer der Wandel unterliegen. In anderen Worten, sie sind lebendig. Um wieder auf den Vergleich zwischen Karma und dem Bankkonto zurück zu kommen. Man kann ein Bankkonto überziehen und die Schulden wieder begleichen. Dieser Vergleich zeigt auch, dass ein Mensch dies direkt im Verständnis des Karmas umsetzt: Ich habe eine Sünde begangen und jetzt versuche ich was Gutes zu tun. Was bringt es was Gutes/Buße zu tun und am nächsten Tag wieder Sünde zu begehen? Darauf zielte ich mit meinem Beitrag „Opfergaben und deren wahre Bedeutung“. Auf diese Erkenntnis erlangt man, falls die menschlichen Eigenschaften wie Intoleranz, Hass, Unwissenheit oder falsche Bildung uns daran hindern.

Um Ihnen die Wiedergeburt zu verdeutlichen – werde ich dies an zwei oder drei Modelle/Beispiele illustrieren:

Jaabaali war ein Atheist in der Zeit von Ramayana und war mit Rama sehr eng verbunden. Er war Atheist nicht aus der Überzeugung, dass er an die Existenz Gottes zweifelte, sondern vielmehr, kristallisierte sich dieses Weltbild aus der Verzweiflung der durch die Gesellschaft hervorgebrachten Sitten, Normen, Gebräuche etc. Die Handlungen Ramas haben Jaabaali in seiner letzten Phase des Lebens verändert, so dass seine Wahrnehmung sowie das Verständnis über Gott sich geändert haben. Wenn Jaabaali in der Kali-Yuga als Albert Einstein wieder geboren wird, wird er in ähnlicher mentalen Form hineingeboren, also seiner Weltanschauung bzgl. Gott zum Zeitpunkt des Todes als Jaabaali – wir fokussieren uns nur auf den einen Punkt (religiöse Weltanschauung), sonst wird es zu komplex dies zu beschreiben bzw. man verliert schnell den Überblick. Man sollte wissen, dass Einstein zu Beginn seiner ersten Lebensphasen nicht wirklich mit Gott verbunden war. Er ist zwar in die jüdische Familie und Religion hineingeboren, hat aber erst in späteren Jahren nachdem er Wissenschaftler geworden ist und Weltruhm erlangt hat, wieder richtig zu Gott gefunden. In den Randnotizen seiner Werke und der notierten Zahlen erkannte er die Zusammenhänge, dass er nicht der Erschaffer des Wissens war, vielmehr von Gotteshand geführt wurde. Wie man weiß, ist Albert Einstein 1955 verstoben und ist 20-25 Jahre später in einer deutsch/italienischen Familie mit katholischer Religionszugehörigkeit wieder geboren.

Ein weiteres Beispiel:
Atharvan war ein Weiser/Gebildeter zu seiner Zeit und ein großer Shiva Anbeter.  Er hat die Atharvaveda niedergeschrieben. In seiner Wiedergeburt in der Kali-Yuga wird er in einer deutschen Familie mit evangelischer Religionszugehörigkeit hineingeboren und ist Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Mit diesen beiden Beispielen will ich verdeutlichen, was ich meine, wenn ich schreibe*, dass Karma und Wiedergeburt nicht an Hinduismus gebunden sein muss.

In diesem Zusammenhang wieder das Zitat aus der Brihadaranyaka-Upanischad IV.5:

Du bist, was dein tiefes, treibendes Begehren ist.
Wie dein Begehren ist, so ist dein Wille.
Wie dein Wille ist, so ist dein Tun.
Wie dein Tun ist, so ist dein Schicksal.

* Wortspiel / Anspielung
Ich bin das Lied, ich bin der AusdruckFreisein von Xavier Naidoo (pdf-Datei, 334 KiB)

Nachtrag: 08.06.2017 [WiederGeburt: pdf & mp4]

  • Einige der WiederGeburten in der Kali-Yuga (3:16 min, 177 MB, mp4-Video Datei: 1080p)
  • Einige der WiederGeburten in der Kali-Yuga (pdf-Datei, 825 KB)

Beide Dateien wurden nach 4MA74 verschoben

Nachtrag 30.06.2017

Bhagavad Gita 2.12

Bhagavad Gita - Mit einem spirituellen Kommentar von Bede Griffiths, Seite 36

Denn nie gab es eine Zeit, da ich nicht war, noch du, noch diese Heerführer. Und niemals werden wir alle in der Zukunft nicht sein.

Dies bezieht sich nicht auf die, die in der Kali-Yuga durch den Kalki-Avatar verdammt werden. Die Verdammnis ist für die Unendlichkeit und das Leiden dieser ist unendlich groß.

Der Inhalt von Bhagavad Gita 2.12 steht nicht im Widerspruch mit meinem einleitenden Satz in diesem Beitrag: „Wie ich bereits in einigen meiner Beiträge gedeutet habe, ist die Existenz des Atman ewig.“

Ewig und unendlich haben unterschiedliche Bedeutungen, siehe Definition. Das Unendliche ist abseits von Raum und Zeit, aber das Ewige ist an die Zeit und Raum gebunden und im allgemeinen Verständnis unendlich lang. Der Widerspruch löst sich auf, wenn man versteht was Atman ist.

Für die Erschaffung des Universums trennte sich Shiva und Adi Parasakthi bzw. Purusha und Prakriti. Die erste Manifestation von Adi Parasakthi war als Sati die Tochter von König Daksha, die zweite Manifestation als Parvathy die Tochter vom König Parvateshwara, die dritte als Seetha die Tochter von Janaka und die vierte wird in der Kali-Yuga sein, wo sich Shiva und Adi Parasakthi wieder nach einer langen Zeit von über 47 Millionen Jahren wiedervereinigen werden.

Das Wort Sakthi in „Adi Parasakthi“ steht für das Wort „Kraft“, Adi heißt Ur und die Silbe „Para“ hat auch die Bedeutung alldurchdringend, Adi Parasakthi heißt demnach die alldurchdringende Urkraft. Das sind die fundamentalen Kräfte, die das Universum zusammenhalten und jede Materie. Sie sind die sogenannten vier Grundkräfte der Physik: Gravitation, Elektromagnetismus, schwache Wechselwirkung und die starke Wechselwirkung. Parvathy ist demnach die Personifikation der Grundkräfte. Wir kommen der Definition von Prakriti (Parvathy) näher.

Wenn man die Natur und deren Kräfte als Teile von Purusha und Prakriti sieht, dann wird man noch besser verstehen was Prahlada versucht zu erklären:

தூணிலும் இருப்பார் எந்தத் துரும்பிலும் இருப்பார் → Er ist in Säulen, und er ist im kleinsten Zweig.

Meine Übersetzung:
Er ist in Säulen, und er ist auch im kleinsten Nadelkopf (oder Atom).

Definition der Termini Ewig und unendlich

Unabhängig von allen anderen existierenden Definitionen, gilt diese Definition für die von mir formulierten Texte und Erklärungen. Ewig wird im Kontext von Raum und Zeit benutzt und ist daher begrenzt. Die Unendlichkeit ist unbegrenzt. Laut der hinduistischen Weltanschauung, ist das Universum vergänglich* und wird am Ende wieder neu erschaffen*. Es ist ein wiederkehrender Prozess. Es sollte einem klar sein, dass laut dem Urknall Theorie die Zeit erst unmittelbar danach entstand.

* Bhagavad Gita 9.7
Alle Wesen, o Kunti-Sohn, gehen am Ende eines Weltzeitalters in meine Natur ein. Am Beginn eines Weltzeitalters entlasse ich sie wieder aus mir.

Wichtiger Hinweis

Wer in den Fächern wie Chemie und Physik in der Schule gut aufgepasst hat, der wird noch Wissen, dass alles ineinander gewandelt wird und nichts erschaffen oder vernichtet werden kann z. B. Energie, Materie etc.

Nachtrag: 03.07.2017

  • Somvara Vrata – die Zahlen und deren Bezug (pdf-Datei, 60KiB)
    [Permanenter Link – für Aktualisierungsdatum, siehe Datei]

Menschen und ihre Kommentare zu Bhagavad Gita

Albert Einstein
„Wenn ich die Bhagavad Gita lese und darüber nachdenke, wie Gott dieses Universum erschaffen hat, scheint alles andere so überflüssig zu sein.“

Henry David Thoreau
„Am Morgen bade ich meinen Intellekt in der überwältigend und kosmogonischen Philosophie der Bhagavad Gita, im Vergleich zu dem unsere moderne Welt und ihre Literatur winzig und trivial erscheinen.“

Herman Hesse
„Das Wunder der Bhagavad Gita ist seine wahrhaft schöne Offenbarung der Weisheit des Lebens, die es der Philosophie ermöglicht, in der Religion zu blühen.“

Albert Schweitzer
„Die Bhagavad Gita hat einen tiefgreifenden Einfluss auf den Geist der Menschheit durch seine Hingabe zu Gott, die durch Handlungen manifestiert.“

Carl Gustav Jung
Die Idee, dass der Mensch wie ein umgedrehter Baum ist, scheint in früheren Zeiten gegenwärtig gewesen zu sein. Der Zusammenhang der vedischen Vorstellungen wird von Plato in seinem Timaeus wiedergespiegelt, in dem es heißt … „siehe, wir sind keine irdische, sondern eine himmlische Pflanze.“ Diese Korrelation kann man in der Bhagavad Gita 15.1 erkennen, welches von Krishna an Arjuna gesagt wird.

Aldous Huxley
„Die Bhagavad Gita ist die systematischste Aussage der spirituellen Evolution und ein Geschenk für die Menschheit. Sie ist eine der klarsten und umfassendsten Zusammenfassungen der beständigen Philosophie, die je offenbart wurde. Daher ist ihr dauerhafter Wert nicht nur für Indien, sondern für die ganze Menschheit von Bedeutung.“

[Buch Empfehlung: Aldous Huxley – Schöne neue Welt;
Man kann vieles aus dem Buch in unserer realen Welt abbilden und wird erkennen, dass nicht alles aus dem Buch fiktiv ist]

Ralph Waldo Emerson
„Ich verdankte einen herrlichen Tag der Bhagavad-Gita. Es war das erste Buch – es war, als ob ein Imperium zu uns sprach, nichts Kleines oder Unwürdiges, aber groß, heiter, beständig, die Stimme einer alten Intelligenz, die in einem anderen Zeitalter und Klima über dieselben Fragen nachdachte und diese beantwortete, die uns heute auch beschäftigt.“

 

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Bewusstseinszustände des Atman

Bewusstseinszustände des Atman

[Nachtrag: 09.11.2016]

Vielen Menschen aus der westlichen Kultur oder, die mit dem Hinduismus nicht vertraut sind, ist die Bedeutung von Karma und Wiedergeburt nicht verständlich.

Wie ich bereits in zwei meiner Beiträge geschrieben habe, ist das einzige was ein Mensch von dieser Welt mitnimmt und in ein neues Leben (Wiedergeburt) mitbringt sein Karma. Das Karma bahnt uns den Weg. Wir treffen Entscheidungen, die durch unser früheres Karma bestimmt/beeinflusst wird.

Genau wie der menschliche Körper, indem der Atman wohnhaft ist, zwei Bewusstseinszustände – das Unterbewusste und das Bewusste – erfährt, so ist es nach dem Tod, wenn der Atman den menschlichen Körper verlässt. Der Atman erreicht eine höhere Bewusstseinsebene, wo er Klarheit über seine gesamten Handlungen seiner unzähligen Wiedergeburten erfährt bzw. erlangt. Da durch die Wiedergeburt dem Atman eine neue Chance gegeben wird, um in einem neuen Leben (Wiedergeburt) alles wieder richtig zu machen. Dies ist der Grund der Wiedergeburten.

In der Kali-Yuga, wo der Reinigungsprozess stattfindet, werden viele Atmans für Ihr Karma das Unendliche Leiden erfahren. Es wäre besser, wenn man dies vor dem Tod begreift, damit man nicht noch mehr Schaden hinzufügt und das Unendliche Leiden noch extremer wird.

Diese Atmans haben ihre unzähligen Chancen nicht realisiert. Diejenigen, die der Meinung sind, dass sie doch nicht so viel schlechtes/negatives Karma in diesem Leben haben könnten – sollten auch eines Bewusst werden, dass wenn Sie falsche Entscheidungen getroffen haben oder anders ausgedrückt den falschen Weg genommen haben – werden sie trotzdem von dem Reinigungsprozess erfasst. Ganz salopp formuliert: „Sie haben die Kurve nicht bekommen“  oder anders formuliert: „Sie haben leider nicht das Prinzip von Karma verstanden.“

Der Hinduismus beschreibt den Todesakt bzw. den letzten Zug des Lebens  folgendermaßen: Kurz vor dem Tod, bekommt der Mensch sein gesamtes Leben (Karma) vorgespielt. Dies könnte in der realen Welt nur ein Augenblick sein, aber diejenigen, die es erfahren werden, werden die Zeit anders deuten –  vergleichbar mit einem Traum, dass nur wenige Sekunden oder Minuten andauert, aber man das Gefühl bekommt, dass im Traum eine größere Zeitspanne vergangen ist. Dies kann bestimmt jeder nachvollziehen, der während eines Traumes aufgewacht und auf die Uhr geschaut hat und wieder eingeschlafen ist. Nach wenigen Augenblicken wacht man wieder aus seinem Alptraum/Traum auf und schaut wieder auf die Uhr und merkt, dass real (laut Uhr) nur wenige Minuten vergangen ist.

Genauso werden diejenigen, die vom Reinigungsprozess erfasst werden, auch das Gleiche durchmachen und Ihnen wird es dann klar, dass sie ihre unzähligen Chancen nicht wirklich genutzt haben und niemand anderes dafür zur Verantwortung herangezogen werden kann und darf.

In dem Reinigungsprozess, welches durch die Inkarnation Gottes (Vishnus/Shivas/…) eingeleitet wurde, werden auch weitere tapfere Krieger und Kriegerinnen, wie Hanuman ≡ Karnan(²), Bhishma, Ganga, Vishvamitra, Shanta (Ramas Schwester) und noch unzählige weitere auf der Seite Gottes stehen und mit ihm kämpfen.

Bemerkung

  1. Ich schreibe bewusst nicht das ewige Leiden, sondern das Unendliche Leiden. Da das Ewige sehr lang, aber trotzdem beschränkt sein kann. Das Unendliche hat keine Beschränkung.
  2. In Ramayanam, welches in der Treta-Yuga war, hat (der Atman) die Person den Namen Hanuman und in der Mahabharata, welches in der Dwapara-Yuga war, den Namen Karnan. Aus diesem Grund steht das Symbol „ zwischen Hanuman und Karnan. Es ist dasselbe Atman, welches in der einen Geburt Hanuman hieß und in der späteren Wiedergeburt die Person Karnan war.
  3. Ein Körper, welches nicht von einem Atman bewohnt ist, ist ein lebloser Körper. Man kann das Wort Atman im deutschen mit dem Wort Seele umschreiben bzw. als Synonym verwenden, aber trotzdem ist dieser Begriff „Seele“ nicht mächtig genug, um das zu beschreiben, was im Hinduismus das Wort Atman zu verstehen gibt.

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Das richtige Deuten der Bhagavad Gita

Das richtige Deuten der Bhagavad Gita

[Nachtrag: 16.08.2017]

Teil 1 (12. August 2016)

Ich habe die Bhagavad Gita mehrmals gelesen bzw. studiert, nicht nur in der deutschen Sprache, sondern auch auf Tamilisch und auch von verschiedenen „Autoren/Übersetzer“. Wobei das Tamilische, wenn es vom Sanskrit direkt übersetzt worden ist, eher vom Inhalt dem Originale geglichen hat, wie es vielleicht nicht in eine andere Sprache dies möglich sein könnte. Wer schon Texte in eine andere Sprache übersetzt hat, wird dies eher verstehen wovon ich rede. Der vorletzte Satz soll nicht implizieren, dass ich des Sanskrits mächtig bin, aber viele Begriffe sind auch Teil der tamilischen Sprache. Wenn ich aber die Übersetzungen ins deutsche z. B. lese, dann merke ich, dass dies nicht den ursprünglichen Inhalt wiederspiegelt. Noch kommt hinzu die zeitliche Distanz zum Ur-Werk/Original. Diese dann auch richtig in unsere Zeit passend transferiert zu übersetzen ist leider bis jetzt noch keinen Autoren gelungen, zumindest nicht, von denen ich bereits eine der Übersetzung/Erläuterung/Interpretation gelesen bzw. studiert habe.

Wir fangen mit dem Thema des Kastenwesens an, damit endlich dies korrigiert wird. Das Kastenwesen ist nichts anderes als, dass es die Menschen in verschiedenen Kompetenzfelder eingeordnet hat. Die Betonung liegt auf dem Wort Kompetenz!

Es war immer üblich, wie es bis vor kurzem in der westlichen und östlichen Welt dies auch gang und gebe war oder vielleicht noch teilweise immer noch ist, dass das Wissen des Familienhandwerks, immer von einer Generation in die nächste übermittelt worden ist.

Gott wird niemals Menschen in verschiedenen Klassen unterteilen, so dass man daraus schließt, dass ihm einige weniger oder mehr wert sind, als die anderen. Er unterscheidet in dieser Hinsicht weder Geschlecht, Kultur noch andere klassifizierende Merkmale – er unterscheidet auch nicht zwischen den verschiedenen Lebensformen.

Bevor ich weitere Beiträge über die Gita oder ähnlichem schreibe, möchte ich vorher für allemal die Missverständnisse und Missinterpretationen aus der Welt schaffen. Wie ich bereits in einem meiner Beiträge geschrieben habe, ist es wichtig, dass man über Begrifflichkeiten im Klaren ist.

Teil 2 (14. August 2017)

Krishna als Wagenlenker für Arjunan in der Schlacht zu Kurukshetra. Welche Botschaft enthält diese Handlung noch? Die Personifikation Gottes auf der Seite des Guten stehend und gleichzeitig symbolisiert seine Handlung, die absolute Wahrheit über die Handlung Gottes. Er ist der einzige Lenker im gesamten Universum und darüber hinaus. Hier sollte man fragen, was passieren würde, wenn ein Waagen von zweien oder mehreren gelenkt wird. Dann erübrigt sich alle weiteren Fragen bzgl. verschiedenen Gottheiten, vor allem im hinduistischen, wo einige Menschen noch denken, dass es verschiedene3 Götter waren, die auf die Erde herabgekommen sind. Vielleicht sollte man verstehen, welche Bedeutungen die Termini Kadavul (கடவுள்1), Iraivan (இறைவன்1), Pursuhan (புருஷன்1) etc. noch haben, dann wird man feststellen, dass dies alles nicht mit dem Höchsten verwechselt werden darf, aber trotzdem dahingehören. Dies ist kein Widerspruch. Hier hilft auch den Begriff Atma2 (ஆன்மா) zu verstehen.

Unabhängig von der obigen Aufklärung sollte jedem im Kali-Yuga eines bewusst sein, dass die wunderbaren Persönlichkeiten wie Karnan oder Bheesmha in der Schlacht zu Kurukshetra Ihr Leben lassen mussten, nur weil sie auf der Seite des Bösen standen. Sie alle werden wieder in der Kali-Yuga da sein, aber diejenigen, die in der kali-Yuga verbannt werden, erfahren keine Wiedergeburten, sondern das Unendliche Leiden für die Unendlichkeit. Dies ist eine wichtige Botschaft!

Teil 3 (16. August 2017, Göttliche Fügung und Schicksal)

In unserem B2B-Zeitalter, ist das Verständnis von Schicksal in die Vergessenheit geraten. Da wird eher durch die Technisierung hervorgerufenen Handlungen Bestimmter gedacht, als an die göttliche Fügung. Leider habe ich bis jetzt nicht einmal in den hinduistischen Schriften4 eine Gute Erklärung gefunden, so dass ich dies hier genau erklären werde.

Leider verstehen dies viele noch falsch, sogar viele Autoren, die mit dem Hinduismus auseinandergesetzt haben, haben dies nicht richtig verstanden. Schicksal ist nicht gleichzusetzen bzw. Deckungsgleich mit dem Terminus Determinismus. Außerdem gibt es noch eine Passage (siehe Punkt 2) in der Gita, dass indirekt mit Schicksal zu tun hat, was auch eine Erklärung von Nöten hat.

Schicksal erklärt der Hinduismus folgendermaßen: Schicksal wird durch seine eigenen Handlungen (Karma) verursacht. Karma sind alle Handlungen von seinen früheren Geburten bis zu der aktuellen Stunde. Dies wiederum heißt nur, dass es die Bahnen für zukünftige Ereignisse öffnet bzw. schließt. Anders ausgedrückt, es existieren bestimmte Freiheitsgrade. Man kann die technische Definition des Begriffes Freiheitsgrade zu Rate ziehen und dies dann auf Schicksal anwenden, dann wird man feststellen, dass Schicksal nicht mit Determinismus verwechselt werden darf. Determinismus zwingt nämlich dazu, dass ein (intelligentes) Wesen, wie der Mensch keinen freien Willen hat – dies aber trifft nicht zu. Natürlich werden die Menschen ins unserem B2B-Zeitalter durch Technisierung manipuliert, so dass es nur den Anschein eines freien Willens existiert – aber dies ist ein eigenes Thema für sich.

Das teuflische Eingreifen in den freien Willen, wird nicht für die Filterung in der Kali-Yuga von Bedeutung sein, so ähnlich wie es im juristischen ist. Ob jemand jemanden in den Tod treibt/stoßt, nur weil man psychisch krank ist, wird zwar für die Gewichtung der Strafen herangezogen, aber man wird trotzdem für die Handlungen büßen müssen. Genauso ist die Filterung in der Kali-Yuga, die Gewichtung findet erst in der Hölle statt. Das frittiert werden vorher ist nur ein Vorgeschmack und für die Nachwelt.

Punkt 2: In der Gita wird von Krishna zu verstehen gegeben, dass er (Personifikation Gottes) die treibende Kraft in allem und jedem ist. Jetzt fragt sich manch einer, wenn er die treibende Kraft ist, wieso gibt es das Böse und das Teuflische? Dies ist kein Widerspruch, sondern eine Bestätigung der vorhandenen Freiheitsgrade und daraus resultierenden Freien Willen. Sogar im teuflischen wird Gott die Treibende Kraft sein, in dem er in den freien Handlungen der Teufel und deren Helfer teilweise Zeichen setzt, ohne dass dies weder denen Bewusst noch von Vorteil sein wird. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Das Ende des Bösen und des Teuflischen ist besiegelt. Jede Handlung oder die nicht-Handlung macht es nur schlimmer und das schnelle heranschreiten vom Ende.

Noch was Interessantes aus dem Hinduismus. Es gab in den früheren Zeiten Asketen, die durch Wände5 gehen konnten. Jetzt wird der eine oder die andere anfangen zu lachen. Nein, es gibt keinen Grund dazu. Wer sich mit Physik6 und Wahrscheinlichkeitstheorie auseinandergesetzt hat, der weiß, dass es diese Möglichkeit physikalisch im Wahrscheinlichkeitsraum existiert – aber dies wiederum ist ein eigenes Thema für sich. Man muss verstehen, was Atome und deren weitere Zerlegungen in der mikroskopischen Welt der Quanten sind, dann wird man schnell feststellen, dass sogar eine feste Materie nicht wirklich fest ist 😉.

Fußnote

1 Leider ist die Definition dort nicht vollständig. Ich habe momentan noch keine Online Wörterbuch (அகராதி) gefunden, wo es vollständig ist.

2 Der Abschnitt „Kritik der Atman-Lehre im Buddhismus“ im Artikel von Atma entspricht nicht der wirkliche geschichtliche Verlauf. Viele Auslegungen wurden im Laufe der Zeit durch Menschen, teilweise so wie es denen Recht war, angepasst. Dies war in allen Glaubensrichtungen der Fall, weil vor allem die Religion in diesen Zeiten den Zusammenhalt einer Gesellschaft diente, wie heutzutage die Verfassung eines demokratischen Rechtstaates die Rolle in der Moderne übernommen hat.

3 Im Hinduismus, scheint auf dem ersten Blick die Trinitäten (Brahma, Vishnu und Shiva) in ihrem Aufgabengebiet aufgeteilt zu sein. Shiva und Vishnu sind identisch. Dies steht auch in den Veden. Die verschiedenen Namen (und deren Aufgaben) werden als Synonyme benutzt, und der Namensgebung HariHara verdeutlicht dies am besten. Brahma war das erste Wesen, dies symbolisiert die Nabelschnur. Brahma ist aus der Nabelschnur Vishnus (≡ Shivas) entstanden. Hier sollte jedem klar sein, dass man erst die Administration (Brahma, Devar etc.) erschaffen muss, bevor man die restlichen bis hin zu den einfachen Menschen erschafft. Murugan ist identisch mit Shiva, genauso Vinayaghar. Zuletzt noch die Auflösung Shakthis (oder auch Parvathy genannt), die bessere Hälfte Shivas. Shakthi ist Teil Shivas, somit gibt es nur einen Ursprung, nämlich Shiva (≡ Vishnu).

4 Mit Schriften meine ich nicht direkt die Schriften wie die Gita oder die Veden, sondern die Interpretationen und Kommentare, die so ein Werk nötig hat, damit es von jedem verstanden wird.

5 Die amerikanischen Geheimdienste wussten dies alles, siehe dazu:

6 Im Alter von 12/13 Jahren wollte ich ursprünglich Physik studieren, damit ich später Astronaut werden kann. Dies war die Motivation, warum ich bereits in den frühen Jahren mit Physik und Astrophysik auseinandergesetzt habe.

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